Die ganze Welt zwitschert, und das Silicon Valley hat seine nächste große Hoffnung: Twitter. Doch Geld verdienen lässt sich mit dem Internetdienst keines. Nach Youtube und Facebook hat das Web 2.0 wieder mal eine Heiße-Luft-Nummer.
Aufmerksam auf diese Aufstellung bin ich bei der FTD geworden. Die FTD behandelt in ihrer aktuellen Ausgabe die Frage “Warum Twitter kein Geld verdient“.
Youtube Google kaufte die Videoplattform 2006 mit Aktien im Wert von 1,65 Mrd. $. Die Werbeerlöse blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Für das laufende Jahr rechnen Analysten mit einem Verlust von bis zu 470 Mio. $. Der Grund: die hohen Kosten für Server, die technische Infrastruktur und Lizenzgebühren.
Facebook Gründer Mark Zuckerberg wollte persönliche Daten der Nutzer für eine möglichst gezielte Werbung vermarkten. Nach Protesten ließ er die Idee fallen. Die geschätzten Werbeumsätze liegen bei enttäuschenden 300 Mio. $ im Jahr. 2007 hatte sich Microsoft in die Firma eingekauft, erwarb 1,6 Prozent der Anteile für 240 Mio. $.
Myspace Für 580 Mio. $ hat Rupert Murdochs News Corp. im Jahr 2005 das Online-Netzwerk Myspace gekauft. Der teure Zukauf hat sich bisher nicht gelohnt. Zwar gibt der Konzern keine genauen Zahlen für das Netzwerk bekannt, doch nach Schätzungen hat es die Ziele zuletzt verfehlt und wird auch in diesem Jahr Verluste machen.
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Ob Facebook „heiße Luft“ ist würde ich anzweifeln. Mit 300 Mio. $ lässt sich das Unternehmen wohl gut betreiben. Dies fehlt bei Twitter ja gänzlich. Heiße Luft wäre es höchstens aus Sicht eines VCs, der sich das X-Fache seines investierten Betrags verspricht. Und ist MySpace eigentlich 2.0?