Die eintägige Next07 ist eine Internet/Web-2.0-Konferenz, die aus einer Geburtstagsparty der Werbeagentur SinnerSchrader entwickelt wurde. Rund 700 Teilnehmer, überwiegend Werber und Investoren, kamen zur neuen Konferenz am vergangenen Donnerstag in Hamburg. Zwei Keynotes beschäftigten sich mit der Pareto-Verteilung, die treffend die Präsentationen zum Web 2.0 zusammenfasst: 80 Prozent Schrott, 20 Prozent brauchbare Ansätze.
Ähnlich wie bei der Berliner Re:publica hatte das Publikum die Möglichkeit, die Vorträge live zu kommentieren, doch wurde dies kaum für humorige Widersprüche genutzt. cellity hat hierfür ein Lösung für mobile Telefone entwickelt, über die sich Nachrichten kostenlos versenden lassen.
In 24 Vorträgen der Next07 ging es überwiegend um das Geldeinnehmen von den internet-affinen jugendlichen Geldausgebern. In einem flotten Vortrag machte Martin Oetting von Trnd (The real network dialogue) klar, dass in der Mundpropaganda, betrieben als Empfehlungsmarketing, die Zukunft der Produktwerbung liegt. Was die typischen Web-2.0-Nutzer empfehlen, was sie wie Open Cola begeistert, kann von einem entsprechend internetaffinen Strukturvertrieb wie trnd aufgegriffen werden, um eine Marke zu etablieren. Der bekannte Blogger Nico Lumma stellte in seinem Vortrag die kombinierte Empfehlungs- und Einkaufsplattform Shoppero vor, in der Web-2.0-Nutzer über so genannte Adgets für “ihre” Produkte werben und bei Einkäufen an den Erlösen beteiligt werden. Ob das nach dem US-amerikanischen Vorbild des Social Shopping konzipierte Shoppero in Deutschland eine Chance hat, wird sich zeigen müssen: Die Website wurde mit dem Vortrag von Lumma freigeschaltet.
Die next08 kann also kommen und wir alle sind bestimmt ziemlich gespannt, wie die Web 2.0 Welt in einem Jahr aussehen wird.










Vielen Dank für die freundliche Erwähnung! Zwei kleine Korrekturen würde ich mir allerdings gern erlauben: Empfehlungsmarketing beruht üblicherweise darauf, dass zufriedene Kunden dem Unternehmen neue Kontakte vermitteln, an die es sich wenden kann, um dort ebenfalls die eigenen Produkte abzusetzen. Es wird, soweit ich weiß, vor allem im Business-to-Business-Bereich angewandt. Und Strukturvertrieb ist das, wonach es heißt: eine Vertriebsform.
Uns ist sehr wichtig, dass wir weder das eine noch das andere tun: wir regen ausschließlich Mundpropaganda unter Konsumenten an. Wir versuchen die Fans der Marke zu finden, und mit ihnen derart Umgang, Dialog und Austausch zu organisieren, dass sie noch stärker an die Marke gebunden werden und Mundpropaganda dadurch Mundpropaganda entsteht. Aber wir organisieren auf keinen Fall Strukturvertrieb, über unsere Plattform findet kein Handel statt. Noch bitten wir um Kontakte, die an das Markenunternehmen weitergegeben werden.