
mm.de: LinkedIn ist also ohnehin der größte Anbieter. Welches Ziel verfolgen Sie dann mit Ihrer Expansion nach Deutschland? Wollen Sie Xing verdrängen?
Guericke: Wir wollen unsere Marktführerschaft ausbauen und in Ländern wie Frankreich oder Deutschland, wo es lokale Konkurrenten gibt, stärker werden. Unser Wachstum wird teilweise sicherlich auf Kosten anderer Netzwerke geschehen. Ein User, der zu uns kommt, wird jedoch nicht unbedingt sein Profil bei Xing löschen. Vielleicht wird er aber künftig auf die Premium-Mitgliedschaft dort verzichten. Ein Großteil des Wachstums wird auch aus anderen Bereichen kommen. Beispielsweise ist LinkedIn bei Frauen wesentlich beliebter. 45 Prozent unserer Mitglieder sind Frauen.
Mit ein paar sinnvollen Zutaten im Hinblick auf die localen Anforderungen der User, wird LinkedIn ziemlich schnell seine Position weiter ausbauen. Aus meiner Sicht gibt es derzeit nur einen globalen Player im Bereich Social Business Networks. Würde man bspw. Foren auf LinkedIn anbieten, hätte das sicherlich ein paar positive Auswirkungen auf die Aktivität. Zusätzlich fehlen noch Profilbilder und sinnvolle Powersuchfunktionen.
Aus meiner Sicht deuten derzeit einige Anzeichen darauf hin, dass LinkedIn in Richtung ebay und Google tendiert, und sher bald am globalen Markt ordentlich aufräumen wird.
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